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Christchurch: Angriffe auf Moscheen in Neuseeland

  • Bei einem Schusswaffenangriff auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch sind örtlichen Medien zufolge mindestens neun Menschen getötet worden.
  • Dutzende Menschen sollen verletzt worden sein.
  • Die neuseeländische Polizei hat eine verdächtige Person festgenommen. Ob es noch andere Täter gibt, ist zur Zeit noch unklar.

In einer Moschee der neuseeländischen Stadt Christchurch hat ein unbekannter Schütze das Feuer eröffnet und mehrere Menschen getötet sowie weitere verletzt. Neuseeländische Medien berichteten von mindestens neun Toten. Auch in einer anderen Moschee in der Stadt fielen Schüsse. Das bestätigte die Polizei am Freitag. Ein Verdächtiger wurde festgenommen, unklar ist, ob es noch weitere Täter gibt.

Die Einsatzkräfte seien mit einem Großaufgebot angerückt, das Sicherheitsrisiko vor Ort “extrem hoch”. Alle Schulen in Christchurch wurden abgeriegelt und Menschen im Stadtzentrum aufgefordert, nicht auf die Straßen zu gehen. Die Polizei appellierte außerdem an die Muslime Neuseelands, zuhause zu bleiben. Unter keinen Umständen sollte irgendjemand im Land jetzt zu einer Moschee gehen”, sagte ein Polizeisprecher.

Der frühere Präsident der örtlichen Vereinigung der Muslime war nach eigenen Angaben zum Tatzeitpunkt in einer der Moscheen und sagte dem Online-Nachrichtenportal “Stuff”, er habe mindestens vier Verletzte gesehen. Zwei Menschen hätten auf dem Boden gelegen und seien womöglich tot. Unklar war zunächst, wieviele Menschen sich zum Tatzeitpunkt in den Moscheen aufhielten und ob die Schüsse während des traditionellen Freitagsgebets fielen.

Ein weiterer Augenzeuge sagte, er habe einen schwarz gekleideten Mann gesehen, der die Moschee Masdschid al-Noor betrat, dann habe er Dutzende Schüsse gehört und Menschen seien panisch aus der Moschee gerannt. Der Angreifer sei geflohen, ehe Einsatzkräfte den Ort erreichten. Er sei anschließend in die Moschee gegangen um zu helfen: “Ich habe überall tote Menschen gesehen.”

Nach dem bewaffneten Überfall riegelte die Stadtverwaltung am Freitag alle staatlichen Gebäude ab. Neben Schulen wurden auch das Rathaus, die städtische Bücherei und Museen geschlossen. Bürgermeisterin Lianne Dalziel appellierte an die etwa 350 000 Einwohner, die Innenstadt zu meiden und zuhause zu bleiben. Dalziel sagte: “Alle sind geschockt. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas hier passieren kann.”

Auch Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern verurteilte den Angriff aufs Schärfste. In einer kurzen Stellungnahme sprach die sozialdemokratische Politikerin von einem der “dunkelsten Tage” in der Geschichte ihres Landes. Für so etwas gebe es “keinen Platz in Neuseeland”. Zugleich sprach sie den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. “Neuseeland ist deren Heimat. Sie hätten sich hier sicher fühlen sollen.”

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