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Engpässe im Luftraum: Flugsicherung erwartet weit mehr Verspätungen im Sommer

Im deutschen und europäischen Luftraum wird es nach Einschätzung der Deutschen Flugsicherung (DFS) noch jahrelang erhebliche Engpässe geben. Trotz einer Teilverlagerung von täglich bis zu 1100 Flügen in Europa würden sich in diesem Sommer die von der Flugsicherung verursachten Verspätungen in etwa verdoppeln, sagte der DFS-Geschäftsführer Betrieb, Robert Schickling, in Frankfurt.

Der Verspätungswert pro Flug könne sich der Prognose zufolge im deutschen Luftraum von zuletzt 1,23 auf 2,6 Minuten erhöhen, sagte der Manager. Ohne die von Eurocontrol zentral gesteuerten Flugverlegungen in niedrigere Lufträume und um Zentraleuropa herum würde der Wert sogar auf etwa sechs Minuten steigen.

Nach Schicklings Angaben fehlen der DFS etwa 200 von 1800 benötigten Lotsen. Viele Kräfte seien im Moment auch in die zuletzt intensivierte Ausbildung neuer Lotsen eingebunden. Erst 2020 sei hier unter dem Strich eine personelle Entlastung zu erwarten, wenn die ersten neuen Kräfte in den Dienst treten können. “2019 wird ein sehr schwieriges Jahr”, sagte Schickling. Die Lotsenausbildung dauert rund vier Jahre.

Flugsicherung, Lufthansa sowie der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport stellten noch einmal ihre Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Engpässe in diesem Sommer: Neben etlichen operativen Maßnahmen sollen insbesondere mehr Personal, zusätzliche Maschinen und üppigere Zeitfenster für einen flüssigen Betrieb sorgen.

Nach ihrer Einschätzung ist die erste Reisewelle zu Beginn der Osterferien am vergangenen Wochenende gut bewältigt worden. Auch die Bundespolizei berichtete von einem großen Engagement der eingesetzten Personen- und Handgepäckkontrolleure. Längere Wartezeiten seien in Frankfurt verhindert worden.

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