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Franzosen halten Macrons Bürgerdebatte für gute Sache

Eine Mehrheit der Franzosen blickt einer aktuellen Umfrage zufolge am Ende von Präsident Emmanuel Macrons Bürgerdebatte positiv auf das gewaltige Projekt zurück. Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der Befragten halten die Organisation der Debatte, die Macrons Antwort auf die „Gelbwesten“ ist, generell für eine gute Sache, wie aus einer repräsentativen Umfrage des französischen Umfrageinstituts Harris Interactive hervorgeht. Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) sieht in der Debatte eine gute Möglichkeit, die „Gelbwesten“-Krise in den Griff zu bekommen.

Die „Gelbwesten“-Bewegung hatte im November mit Protesten gegen geplante Benzinpreiserhöhungen begonnen; mittlerweile richtet sie sich gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung. Die Bewegung ist nach den gelben Warnwesten benannt, die Autofahrer in Frankreich dabeihaben müssen.

Bei der Frage, ob die Debatte letztlich Erfolg oder Misserfolg für den Präsidenten ist, sind die Franzosen allerdings gespalten. Und nur etwas mehr als ein Drittel (36 Prozent) vertraut darauf, dass die Regierung nach der Debatte die Erwartungen der Bürger erfüllen kann. Von den Unterstützern der „Gelbwesten“ glaubt dies nur gut ein Fünftel (22 Prozent).

Am Freitag endete der erste Teil der „Grand Débat“, bei der im ganzen Land Menschen in Diskussionsrunden Probleme ansprechen konnten. Auch der Präsident beteiligte sich an den Debatten und sprach mit Bürgermeistern, Schülern oder Verbandsvertretern. Bürger konnten außerdem ein Onlineportal nutzen, um Vorschläge zu machen.

Nun beginnt in erster Linie der Auswertungsprozess, es werden aber noch weitere Regionalkonferenzen stattfinden. Macron hatte zu Beginn der Debatte versprochen, dass aus ihr konkrete Ergebnisse folgen werden. Die teils gewalttätigen Demonstrationen der „Gelbwesten“ gegen seine Reformpolitik hatten den Präsident in eine schwere Krise gestürzt.

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