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Geflohener Fußballer aus Bahrain kommt aus Haft in Thailand frei

Ein Gericht in Bangkok entschied, dass das Auslieferungsverfahren gegen den 25-Jährigen eingestellt wird. Damit muss der Fußballer auch keine Abschiebung in seine alte Heimat mehr fürchten und kann nach Australien zurückkehren, wo er inzwischen als politischer Flüchtling anerkannt ist. Hakeem Al-Araibi spielt dort für einen Verein aus Melbourne.

“Wir wurden informiert, dass Bahrain den Antrag auf eine Auslieferung zurückziehen möchte. Wenn sie ihn nicht wollen, haben wir keinen Grund, ihn hier zu behalten”, sagte Chatchom Akapin, thailändischer Generaldirektor der Abteilung für internationale Angelegenheiten, der Nachrichtenagentur AFP.

Zehn Jahre Haft

Der Sportler war auf Bitten Bahrains Ende November in Thailand festgenommen worden, wo er zusammen mit seiner Frau Urlaub machen wollte. Das autoritär regierte Königreich im Persischen Golf wirft ihm vor, sich während des “Arabischen Frühlings” 2011 an einem Anschlag beteiligt zu haben. In Abwesenheit wurde er deshalb zu zehn Jahren Haft verurteilt. Al-Araibi bestreitet die Vorwürfe.

Der Fall hat auch international Schlagzeilen gemacht. Der Weltverband FIFA und das Internationale Olympische Komitee forderten die Freilassung von Al-Araibi. Auch mehrere ehemalige und heutige Fußball-Profis wie Gary Lineker oder Italiens Nationalmannschafts-Kapitän Giorgio Chiellini setzten sich für ihn ein.

Al-Araibi gibt als Grund für die Verfolgung seine Kritik an Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa an. Al Khalifa ist Präsident des asiatischen Fußballverbandes AFC und zugleich Teil der bahrainischen Königsfamilie.

cgn/ww (dpa, sid)

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